Start-ADTProcess (EXE) - Start-ADTProcess-Assistent

Der Start-ADTProcess-Assistent unterstützt die Konfiguration eines Prozessaufrufs mit Start-ADTProcess. 

Das Cmdlet dient innerhalb von PSADT zur kontrollierten Ausführung ausführbarer Dateien und anderer Prozesse. 

Typische Anwendungsfälle sind die Installation, Deinstallation oder Konfiguration einer Anwendung über eine EXE-Datei.

Im Bereich Prozessparameter werden der Pfad zur auszuführenden Datei, erforderliche Befehlszeilenargumente und weitere Ausführungsoptionen festgelegt. 

Dazu gehören unter anderem das Arbeitsverzeichnis, der Fensterstil, die Ausführung ohne sichtbares Fenster sowie die optionale Shell-Ausführung. 

Nicht benötigte Parameter können leer beziehungsweise deaktiviert bleiben.

Der Assistent prüft die vorgenommenen Einstellungen und erstellt daraus automatisch einen syntaktisch aufgebauten Start-ADTProcess-Befehl. 

Dadurch müssen die einzelnen Parameter nicht manuell zusammengesetzt werden. 

Die Konfiguration bleibt übersichtlich und kann unmittelbar für das Anwendungspaket übernommen werden.

Parameter

Die folgenden Parameter stehen zur Verfügung.

Dateipfad

PSADT-Parameter: -FilePath

Gibt den Pfad zur ausführbaren Datei an, die gestartet werden soll. 

Dabei kann es sich um EXE-Dateien, Skripte oder andere ausführbare Prozesse handeln. 

Der Pfad kann statisch angegeben oder dynamisch über PSADT-Variablen aufgebaut werden.


Über das Kontextmenü des Eingabefelds stehen vordefinierte Standardpfade sowie automatisch gefundene Dateien als Auswahloptionen zur Verfügung. 

Die ausgewählten Einträge werden direkt in das Eingabefeld übernommen.


Beispiel: 


-FilePath "${adtSession.DirFiles}\setup.exe"


Argumentliste

PSADT-Parameter: -ArgumentList

Übergibt zusätzliche Befehlszeilenparameter an den gestarteten Prozess. 

Mit diesen Argumenten können Installationsoptionen, Konfigurationen oder das Verhalten der Anwendung gesteuert werden.


Über das Kontextmenü des Eingabefelds stehen vordefinierte Standardpfade zur Verfügung. 

Die ausgewählten Einträge werden direkt in das Eingabefeld übernommen.


Beispiel: 


-ArgumentList '/silent /norestart'


Arbeitsverzeichnis

PSADT-Parameter: -WorkingDirectory

Legt das Arbeitsverzeichnis fest, aus dem der Prozess gestartet wird. 

Dies ist insbesondere wichtig, wenn die Anwendung mit relativen Pfadangaben arbeitet oder zusätzliche Dateien aus dem aktuellen Verzeichnis erwartet.


Über das Kontextmenü des Eingabefelds stehen vordefinierte Standardpfade zur Verfügung. 

Die ausgewählten Einträge werden direkt in das Eingabefeld übernommen.


Beispiel: 


-WorkingDirectory "$($adtSession.DirFiles)"


Fensterstil

PSADT-Parameter: -WindowStyle

Definiert, wie das Fenster des gestarteten Prozesses dargestellt wird. 

Dadurch kann gesteuert werden, ob die Anwendung sichtbar, minimiert oder versteckt ausgeführt wird.


Mögliche Werte:

Wert

Beschreibung

Normal

Normale Anzeige des Fensters

Hidden

Fenster wird nicht angezeigt

Minimized

Fenster wird minimiert gestartet

Maximized

Fenster wird maximiert gestartet


Beispiel: 


-WindowStyle Hidden


Kein Fenster erstellen

PSADT-Parameter: -CreateNoWindow

Startet den Prozess ohne sichtbares Konsolenfenster. 

Diese Option wird häufig bei Hilfsprogrammen oder Hintergrundprozessen verwendet, die für Endanwender nicht sichtbar sein sollen.


Beispiel: 


-CreateNoWindow


Shell-Ausführung

PSADT-Parameter: -UseShellExecute

Startet den Prozess über die Windows-Shell anstelle eines direkten Prozessaufrufs. 

Dies ermöglicht beispielsweise die Verwendung bestimmter Dateizuordnungen oder Shell-Aktionen.


Beispiel: 


-UseShellExecute


Verb

PSADT-Parameter: -Verb

Gibt die auszuführende Shell-Aktion an. 

Typische Verben sind beispielsweise das Öffnen eines Dokuments oder das Starten eines Prozesses mit administrativen Berechtigungen.


Mögliche Werte:

Wert

Beschreibung

Open

Datei oder Anwendung öffnen

RunAs

Als Administrator ausführen

Edit

Datei zur Bearbeitung öffnen

Print

Dokument drucken


Beispiel: 


-Verb RunAs


Weiterleiten

PSADT-Parameter: -PassThru

Gibt nach Abschluss der Ausführung ein Prozessobjekt mit Status- und Rückgabewerten zurück. 
Dadurch können Exit-Codes ausgewertet oder weitere Aktionen abhängig vom Ergebnis durchgeführt werden.


Beispiel: 


$result = Start-ADTProcess -FilePath $exe -PassThru


Exit-Codes ignorieren

PSADT-Parameter: -IgnoreExitCodes

Definiert Rückgabecodes, die nicht als Fehler behandelt werden sollen.

Dies ist hilfreich, wenn eine Anwendung bekannte Codes zurückliefert, die im jeweiligen Deployment-Szenario akzeptiert werden dürfen.


Beispiel: 


-IgnoreExitCodes @(1,1605)


Erfolgreiche Exit-Codes

PSADT-Parameter: -SuccessExitCodes

Legt fest, welche Rückgabecodes als erfolgreiche Ausführung gewertet werden. 

Zusätzlich zum Standardwert können weitere anwendungsspezifische Erfolgswerte hinterlegt werden.


Beispiel: 


-SuccessExitCodes @(0,3010)


Neustart-Exit-Codes

PSADT-Parameter: -RebootExitCodes

Definiert Rückgabecodes, die einen erforderlichen Neustart signalisieren. 

PSADT kann diese Codes gesondert behandeln und an übergeordnete Deployment-Systeme weitergeben.


Beispiel: 


-RebootExitCodes @(3010,1641)


Prioritätsklasse

PSADT-Parameter: -PriorityClass

Legt die Priorität des gestarteten Prozesses fest. 

Eine niedrigere Priorität reduziert die Systembelastung während der Ausführung, während höhere Prioritäten dem Prozess bevorzugt Prozessorzeit zuweisen.


Mögliche Werte:

    • Idle
    • BelowNormal
    • Normal
    • AboveNormal
    • High
    • RealTime


Beispiel: 


-PriorityClass BelowNormal


Keine Wartezeit

PSADT-Parameter: -NoWait

Startet den Prozess und setzt die Ausführung des Skripts sofort fort, ohne auf dessen Beendigung zu warten. 

Diese Option eignet sich für Prozesse, die unabhängig vom weiteren Ablauf im Hintergrund ausgeführt werden sollen.


Beispiel: 


-NoWait


Generierter Befehl

Der Bereich Generierter Befehl zeigt den aus den ausgewählten Prozessparametern zusammengesetzten PowerShell-Befehl an. 

Die Vorschau wird anhand der aktuellen Eingaben erstellt und enthält ausschliesslich die konfigurierten Parameter.